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Die Liebe stielt nicht, die Liebe ist nicht eifersüchtig, die Liebe trägt nicht nach... stimmt das wirklich?
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Am nächsten Morgen war ich krank. Mein Kopf dröhnt noch so wie am letzten Abend und alles schmerzte mir. Ich hatte keine Lust auf zu stehen geschweige denn das Licht und die fröhlichen Vögel zu sehen. Ich wollte einfach nur liegen bleiben und weiter weinen.
In diesem Moment sah ich mich in Lisa wieder. Sie stand mit Tränenüberströmten Gesicht auf dem Hochhaus und wollte springen. Ich spielte mit dem gleichen Gedanken wie sie aber ich wusste, dass es eh nichts bringen würde und es primitiv war. Ich blieb noch lange liegen bis ich dann aber zu dem Beschluss kam, doch mal was zu essen da ich Hunger hatte
.Ich sah noch mal auf den Wecker der 9.30 Uhr anzeigte. Ich hatte sehr lange für meine Verhältnisse in der Woche geschlafen. Mit meiner Boxershorts die ich gestern och angezogen hatte und einem T-Shirt ging ich nach unten. Lisa und Ben waren ja in der Schule so hatte ich es ruhig hier und musste nichts erzählen.
Verona saß in der Küche und las in der Zeitung. „Was ist denn los Kleine?“, fragte sie besorgt als ich in die Küche kam. Ich sah bestimmt wie ein Monster aus. Strubbelige Haare und dann auch noch verwischte Schminke.
„Es kommt von gestern Abend oder? Lisa hat erzählt, dass als sie kam nur Bill und die anderen da waren aber Tom und du wart weg!“, sagte sie taktvoll. Ich nickte. “Weißt du es ist alles meine Schuld! Ich hätte ihn wegdrücken müssen aber er wusste ja nichts von mir und Tom aber er nimmt mich nicht ernst er glaubt mir nicht!“, sagte ich verzweifelt. Ich hatte das Gefühl sie wollte mich verstehen aber sie begriff nicht was ich ihr sagen wollte.
„Er hat glaub ich Schluss gemacht!“, sagte ich noch mal kurz und sah auf den Boden. Es klappte nicht mehr zu weinen. Ich konnte das einfach nicht mehr. Man was soll ich denn jetzt machen? Ich will ihn nicht verlieren weil ich ihn liebe!“, fragte ich Verona um Rat. „Dann musst du mir erstmal alles erzählen was passiert ist!“, sagte sie und ich fing an zu erzählen. „Das ist schon nicht so schön! Versuch doch erstmal mit ihm zu telefonieren und ein Treffen zu organisieren!“, schlug sie vor. Ich nickte und ging ins Wohnzimmer und setzte mich aufs Sofa und wählte Toms Handynummer. „Ja wer ist da?“, kam aus dem Aperrat. Er klang sehr unsicher und auch nicht so freudig wie sonst immer. „Ich bin…!“, konnte ich nur sagen und erlegte sofort wieder auf. Ich probierte es noch mal und er nahm nicht mehr ab.
„Arschloch!“, schrie ich durch das ganze Haus so laut ich konnte. „Wenn er nicht will dann kann ich auch nichts machen!“, dachte ich mir. Ich wusste, dass diese Einstellung eigentlich völlig falsch war aber ich hatte echt keinen Bock auf so Babyspiele. Sofort wieder auflegen! Wie kindisch! Verona kam rein und setzte sich neben mich. „Na hat er aufgelegt?“, fragte sie und legte den Arm um mich. „Mh… wenn er nicht will dann kann ich ihm auch nicht helfen!“, ließ ich sie auch wissen. „Na das ist aber die falsche Einstellung und tief in deinem Herzen weißt du das auch!“, gab sie contra. „Ach weißt du was? Wenn er nicht dran geht dann sollte ich es irgendwann später noch mal probieren!“, schlug ich vor um das Thema zu beenden.
Ich musste zugeben, dass ich ein seltsamer Mensch war. Ich hatte es nicht gerne mich mit anderen Leuten darüber zu unterhalten was mir Sorgen machte. Basti hatte früher immer gesagt, dass er deswegen ein bisschen Angst um mich hatte. Vielleicht würde ich irgendwann mal auf die schiefe Bahn geraten. Darüber lachte ich immer innerlich. Ich wusste, dass er es ernst meinte und es nicht lustig fand.
Nach dem kurzen Gespräch ging ich dann wieder auf mein Zimmer. Da ich noch nicht angezogen war, legte ich mich wieder ins Bett um noch ein bisschen zu schlafen. Ich hatte keine Ahnung was ich machen sollte oder ehrlich gesagt hatte ich auch keine Lust etwas zu machen und da kam es mir ja recht noch mal zu schlafen.
Um 12.30 Uhr wachte ich wieder auf und entschloss mich, mich doch jetzt mal langsam an zu ziehen, weil die beiden anderen gleich von der Schule wieder kommen würden. Ich zog eine Jeans und einen Pullover an und ging ins Badezimmer um mein Gesicht zu waschen und meine Haare zu kämmen. Nachdem ich das gemacht hatte, ging ich in die Küche und setzte mich an den Tisch. Ich schaltete das Radio an und hörte, dass „Rette mich“ lief. Schnell schaltete ich es wieder aus. Verona die gerade herein kam, grinste mich an: “Bist du wirklich so sauer auf Tom?“ Ich zuckte nur mit den Schultern. „Ich hab nichts gemacht und er beschuldigt mich einfach und legt auf! Das ist echt der größte Mist!“, beklagte ich mich wieder. Wieso tat er das? Ich kam mir wirklich auf einmal wie die Schuldige vor aber mein Gewissen redete mir dagegen. Ich wollte alles tun um Tom zu behalten oder wieder zu kriegen aber ich war glaub ich zu stolz dafür um den ersten Schritt zu machen. „Wenn er mich wirklich lieben würde, dann würde er auch abnehmen!“, schloss ich daraus und ließ es Verona prompt wissen.
Ich wusste, dass mein ganzer Körper wegen ihm schmerzte und ich den Streit nicht auf Dauer aushalten würde aber es ging nicht anders. Eher gesagt ich wollte es nicht anders. Jedes Mal wenn ich an ihn dachte spürte ich einen Stich in mein Herz. Wieso war ich nur mit Lisa auf dieses blöde Konzert gegangen? Wieso hatte ich (oder eher gesagt Lisa) sich auf diese Anzeige inner Bravo gemeldet? Ich wollte es nicht missen, das ich Tom kennen gelernt hatte aber im Moment wünschte ich mir wirklich, dass alles anders gewesen wäre. Ich konnte die Zeit nicht zurück drehen und das wusste ich auch aber manchmal wünschte ich es mir einfach. Dann klingelte es an der Tür und ich ging dran weil ich wusste, dass das Lisa und Ben waren die gerade von der Schule kamen. Ich warf ihnen ein schwaches Lächeln zu und ging dann wieder in die Küche und setzte mich auf meinen Stuhl.
„Wieso warst du denn gestern nicht mehr da als ich gekommen bin? Bill war doch auch da und wo war Tom denn? Wir haben uns Sorgen um euch gemacht!“, brabbelte Lisa als sie in die Küche kam. Ich verstand sie kam da sie so schnell sprach.
„Wir haben uns gestritten und es ist aus!“, sagte ich nur schnell und so als wäre es mir egal. NEIN!- Du fängst jetzt nicht an zu heulen, dachte ich nur. Lisa lachte. „Ha, ha! Sehr witzig! Ne sag mal!“, fragte sie noch mal nach. „Was soll ich denn noch sagen? Das stimmt!“, bestätigte ich noch mal.
Lisa schwieg die restliche Zeit des Essens und ich aß nichts und saß einfach nur Teilnahmenslos am Tisch und wartete, dass sie endlich fertig wurden. Nach dem Essen ging ich dann wieder nach oben in mein Zimmer. Ich hatte das Gefühl, Lisa verstand mich nicht richtig oder wollte es mir nicht glauben. Ich fing wieder an ein Gedicht zu schreiben:

Wenn du denkst du kannst nicht mehr
Schau zurück und komm hier her
Der Himmel ist schon dunkel hier
Und die Liebe erkaltet in mir
Schau zurück und frage dich
Hab ich auch schon Tränen im Gesicht?
Mein Körper ist teinnahmenslos
Ich brauch nur dich bloß

Dann klopfte es an der Tür und ich schlug das Buch zu und versteckte es unter meinem Kopfkissen. „Ja?“, rief ich nur und Lisa stand vor mir. „Hast du das eben ernst gemeint?“, fragte sie besorgt und setzte sich neben mich. Ich nickte. Eigentlich hatte ich keine Lust alles noch mal zu erzählen aber das musste ich jetzt wohl tun. Ich erzählte Lisa alles und mir kullerten wieder Tränen über die Wangen. Lisa sah sehr besorgt aus und starrte auf den Boden. Dann nahm sie mich in den Arm. „Er leibt dich da bin ich mir ganz sicher!“, tröstete sie mich. Ich zuckte nur unentschlossen mit den Schultern. Ich wusste nicht mehr was ich denken sollte seit dem letzten Abend.
Ich dachte so viele verschiedene Sachen wie zum Beispiel: 1.Wenn er nicht mehr will dann würde es eh nie mehr die große Liebe werden und ich müsste weiter suchen. 2. Wenn er mich lieben würde dann müsste er sich melden. 3. Ich sollte den ersten Schritt machen. Aber das wollte nicht und ich hatte es ja auch schon versucht aber wenn er es nicht zuließ dann konnte ich auch nichts mehr machen.
Auf einmal klingelte Lisas Handy und ich wurde aus meinen Gedanken gerissen. Lisa lächelte mich an und ging kurz aus dem Raum. Als sie wieder kam lächelte sie fröhlich. „Kommst du Morgen mit mir in die Stadt shoppen?“, fragte sie. Ich überlegte. „Okay von mir aus gerne!“, antwortete ich. Das war eine schöne Ablenkung und da würde ich nichts von Tom finden und mir vielleicht sogar ein paar schöne Sachen kaufen.
„Ich mach dann mal Hausaufgaben und denk nicht mehr so viel darüber nach Das wird schon alles wieder in Ordnung kommen!“, sagte sie und verließ das Zimmer. Ich war ja nicht davon überzeugt aber ich mochte es das andere Menschen so optimistisch waren im Gegensatz zu mir.
Den ganzen Nachmittag faulenzte ich und hörte Musik. Ich hörte 1000 Mal hintereinander das Lied „Nobody is Home“ von Avril Lavigne. Ich mochte es auch wenn es mich mehr traurig als glücklich machte. Ich verstand nicht wie mache Leute wenn sie traurig waren glücklich stimmende Musik hören konnten. Ich wurde dadurch dann eher aggressiv als glücklich. Jeder Mensch war halt anders.
Zum Abendessen ging ich wieder nach unten aber ich aß wieder nichts. Ich bekam nicht einen Bissen herunter. Ich selber wusste nicht woran es lag. Ich war noch nie so schlecht gelaunt gewesen. Nur wegen Tom jetzt so ein Teather zu veranstalten. Ich liebte ihn und das wusste ich. Die Liebe war einfach toll aber wenn sie so schmerzte dann hätte ich es lieber es würde sie nicht geben. Man konnte sich das ja nicht aussuchen wann man verliebt war oder gar in wen.
Ich war noch nie so wirklich verliebt gewesen bis ich Tom kennen gelernt hatte aber es war mir auch nicht so wichtig gewesen. Ich hatte Jungs sonst immer nur als Kumpels und Freunde angesehen weil ich eh keine Chance hatte wenn ich verliebt gewesen war. Ich hatte die Hoffnung sogar nachher aufgegeben auf einen Jungen zuzugehen oder gar mich aufmerksam zu machen. Erfolg hatte ich nie.
Nach dem Essen ging ich wieder nach oben und packte schon mal meinen Rucksack für den nächsten Tag da ich ja wieder zur Schule gehen musste. Lust hatte ich nicht wirklich und ich wollte ehrlich gesagt Alex auch nicht wieder sehen. Ich hatte nicht gegen ihn weil er ja nicht gewusst hatte, dass ich einen Freund hatte. Er tat mir sogar ein bisschen Leid deswegen. Aber ich musste ja leider zur Schule gehen.
Ich war müde obwohl ich sehr lange geschlafen hatte. Mein Kopf dröhnte immer noch vom letzten Abend. Also beschloss ich gleich schon ins Bett zu gehen. Aber bevor ich das tat schrieb ich Basti eine SMS mit allem was in den letzten Tagen so passiert war und ging dann schlafen.