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Die Liebe stielt nicht, die Liebe ist nicht eifersüchtig, die Liebe trägt nicht nach... stimmt das wirklich?
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Alex ging zum Kühlschrank während Andi und ich uns schon mal an den Tisch setzten. „Was wollt ihr eigentlich essen?“, fragte er. „Ich esse wohl nen Jogurt!“, antwortete ich ihm. Ich aß in letzter Zeit oft Jogurt. Ich wusste nicht wieso aber es schmeckte mir im Moment einfach nur gut! „Bring mir einfach irgendwas mit! Brot oder so!“, sagte Andi. „Weißt du ich mag keinen Jogurt!“, ließ er mich wissen. Ich zog meine Augenbrauen hoch und schob mir einen Löffel voll in den Mund. Alex kam mit ein paar Schnitten und Aufschnitt wieder an den Tisch.
„Alex wir fahren! Du weißt wir kommen erst Morgen wieder also sei artig!“, rief Alex Mutter die im Flur stand. „Ja!“, schrie er nur zurück und atmete auf. „Endlich sind sie weg!“, sagte er als wir die Tür zu knallen hörten. „Wieso sind sie denn so schlimm?“, fragte ich. „Ja! Die sind alle voll spießig oder hast du die noch nicht richtig angeguckt?“, fragte er zurück. „Na so ähnlich wie meine Eltern!“, sagte ich.
Manchmal konnte ich es früher echt nicht aushalten wenn ich mit meiner Mutter durch die Stadt laufen musste. Meine Mutter sah immer so brav aus und ich lief manchmal sogar so rum, dass meine Mutter mich eigentlich gar nicht mitnehmen wollte. Dann sagte ich immer zu ihr, dass ja nicht jeder gleich aussehen musste. Mich hatte es immer schon geärgert wenn alle Leute gleich aussahen! Das zeigte immer, dass sie nicht wirklich wussten was sie jetzt wollten. Mir konnte das ja egal sein denn ich wusste, was ich wollte.
Dann klingelte es an der Tür und Alex stand auf und öffnete. Ich hörte aus dem Flur nur 3 Jungenstimmen die sich über etwas unterhielten was ich nicht verstand. Dann öffnete sich die Küchetür und die 3 kamen rein. „Hi!“, begrüßte ich sie kurz und mit einem grinsen. „Wir sind Max und Chris!“, sagte der größere von beiden und setzte sich auf einen Stuhl. Wir unterhielten uns alle ein bisschen und dann gingen wir in en Keller. Während die 3 Jungs sich einspielten setzten Andi und ich uns auf ein Sofa was in der Ecke stand. „Ich bin mal gespannt was die so spielen!“, sagte ich zu Andi. „Ich find die Musik eigentlich ganz gut aber es fehlt wirklich jemand der singt! Da bist du dann ja die Richtige!“, antwortete er mir. Ich zuckte nur erstmal unschlüssig mit den Schultern.
„So dann fangen wir mal an!“, sagte Chris der gerade mit Max ein bisschen weiter nach vorne kam. Alex saß schon an seinem Schlagzeug. Sie begannen damit, dass Max das Intro alleine mit seiner Gitarre spielte. Dann kam Chris nach einer Zeit dazu und bei der 2. Strophe denn auch Alex.
Ich war echt erstaunt darüber was sie mir da boten. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass sie wirklich so gut sind wie sie es waren. Nach dem Lied stellten sie ihre Instrumente weg und kamen auf uns zu. „Ihr seid echt super!“, zeigte ich ihnen als Anerkennung. „Nur nen Sänger würde die Band vollzählig machen!“, sagte Chris. „Habt ihr den schon Songs dazu geschrieben?“, fragte ich. „Ja aber nicht wirklich viele! Wir haben 10 Lieder die wir spielen können und zu 5 haben wir schon was geschrieben!“, meinte Max. „Und auf Deutsch oder Englisch?“, fragte ich weiter. „Gemischt aber nur 2 Englische und die anderen sind Deutsch!“, fügte Alex hinzu. „Warte ich hol sie eben!“, sagte er und rannte die Treppe hoch in sein Zimmer.
„Dann kannste ja gleich mal versuchen mit zu singen!“, sagte Andi. „Ja aber ich muss mir gleich erstmal die Songs angucken und gucken wie ich das singen muss!“, ließ ich ihn wissen. Wenn ich ehrlich war hatte ich ein bisschen Angst zu versagen oder mich zu blamieren aber jedem konnten ja mal Fehler passieren.
Als Alex wieder kam starrte ich erstmal ein paar Minuten lang auf die Blätter und las die Texte erstmal ein paar mal durch bis ich mich in diese herein versetzten konnte. Dann ging ich in den Flur des Kellers und sang mich ein. Nach 3 Minuten kam ich dann wieder und wir konnten starten.
„Aber nicht böse sein wenn ich mal was etwas komisch singe oder so!“, warnte ich sie vor aber sie blieben ruhig. Als erstes spielten sie mir das Lied einmal vor und dann versuchte ich vorsichtig mit zu singen und dann noch einmal und so weiter bis das Lied saß. Ich dachte, dass es schwerer für mich werden würde als es war, denn ich hatte Angst, dass ich mich nicht in diesen Texten wieder finden würde. Alle Gedichte und Songs die ich schrieb, schrieb ich aus meinem Herzen. Ich wusste manchmal selber nicht, wie ich die ganzen Worte fand, aber das Wichtigste war ja, dass ich sie fand.
„Das ist echt geil mit dir!“, stellte Chris fest. Ich zuckte mit den Schultern und dann lächelte ich aber auch. „Ihr seid echt super und das macht einfach nur voll Spaß mit euch!“, musste ich dann auch zugeben. Wir setzten uns aufs Sofa nachdem die Jungs ihre Instrumente wieder in der Ecke verstaut hatten. „Ich hab echt schon Bock auf heute Abend!“, sagte Max der sich gerade seine Cap richtete. „Ich auch aber ich glaub ich kann nicht so lange bleiben weil ich mit Lisa heute Abend wieder nach Hause gehe und die hat ja Morgen noch Schule!“, stellte ich fest aber das war ja eigentlich egal weil sie ja auch ein paar Jahre älter war als ich. „Kleine Kinder müssen halt früh ins Bett!“, scherzte Andi und grinste. Ich streckte ihm zurückgrinsend die Zunge raus. So ging es noch lange weiter bis es dann schließlich schon fast 7 Uhr war und um 7 Uhr wollten die ersten kommen.
„Komm lasst uns schon mal in den Partykeller gehen!“, schlug Alex vor und führte uns in einen anderen Raum, wo eine Bar und viele Stehtische und Sofas standen. „Boah! Ich hätte auch gerne so nen großes Haus!“, stellte ich fest. Hier sah es wirklich toll aus. An den Wänden hingen Retro- Bilder und andere Sachen. „Ich guck mal ob noch genug Sachen da sind!“, sagte er und verschwand hinter der Tecke. „Ja ist noch viel von letzter Woche da!“, sagte er dann und hielt eine Cola und eine Bierflasche hoch. Ich wusste, dass ich nichts außer Cola trinken wollte. Ich mochte keine breiten Leute. Irgendwie fand ich das schon ein bisschen ekelig aber wenn sie meinten… Es waren ja nicht alle Leute gleich wenn sie voll waren.
Dann kamen auch schon die ersten Gäste. Ich wartete die ganze Zeit auf Lisa weil ich als einziges Mädel keine Lust hatte hier zu sein auch wenn die Jungs alle voll in Ordnung und nett waren. Sie wollte erst gegen acht kommen also hatte ich noch über eine Stunde Zeit meine Zeit zu vertreiben. Alex und Andi stellten mir noch ein paar andere Leute vor und wir kamen ins Gespräch. Dann machte Alex Musik an und kam zu mir. Ich stand alleine in der Ecke. Irgendwie wollte ich mich ja wohl unterhalten aber es fehlte jemand- TOM. Ohne ihn war alles anders. Ich hätte vor ein paar Wochen alles gemacht um ihm ja nie im Leben über den Weg zu laufen aber jetzt war es anders! Ich konnte es nicht mehr ohne ihn aushalten aber es war halt sein Job mit der Band auf Tour zu gehen und die anderen Sachen die dazu gehörten.
„Haste vielleicht Lust nen bisschen mit mir zu tanzen Kleine?“, fragte er und fasste mir an die Hüften. Ich entzog mich seinem Griff. Ich hatte echt keine Lust und ich mochte es nicht wenn mich jemand so einfach anfasste. Und ich hatte ja einen Freund nur die anderen sollten das nicht wissen. Aber er versuchte es schon wieder aber dieses Mal kam es mir so vor, als würde er mich dazu drängen. Er hatte mich ehrlich gesagt im Griff. Ich konnte mich nicht wehren und ich wollte auch nicht schreien oder ihn verletzen.
Auf einmal ging die Tür auf und wer stand da? TOM!!
Ich sah ihn an. Ich wusste nicht wie es gerade mit mir und Alex aussah. Ich hatte nur das Gefühl, dass es so aussah, als würde etwas zwischen uns laufen. Toms Mund stand offen und er ging 2 Schritte rückwerts und drehte sich um und ließ die Tür zuknallen und verließ den Raum. Ich zog mich so feste wie ich konnte aus seinem Griff und rannte ihm hinterher.
„Tom warte doch!!“, schrie ich ihm hinterher. Doch er blickte sich nicht um. Doch als ich ihn am Ärmel packte ließ er locker. „Was willst du denn eigentlich noch? Ich dachte wirklich ich kann dir vertrauen aber wenn ich weg bin dann vergnügst du dich mit anderen Typen! Und da hab ich echt keinen Bock mehr drauf! Ich bin extra wegen dir gekommen weil ich dachte, dass du mich wirklich vermisst aber das war es ja dann jetzt wohl mit uns!“, sagte er und drehte sich wieder um. Ich riss an seinem Arm um damit zu bewirken, dass er stehen bleiben würde. „Denkst du wirklich, dass ich dich betrügen würde? Ich hab nichts mit dem und ich wollte auch ganz bestimmt nicht, dass er mich so anmacht!“, verteidigte ich mich. „Und wieso hast du das dann zugelassen? Das sag mal! Überleg dir erstmal was du da gemacht hast oder geht das nicht in ein Gehirn einer dreizehnjährigen rein?“, er blieb hart und ging weiter.
„Tom ich liebe dich!“, schrie ich ihm noch hinterher und sank auf den Boden. Es regnet aus irgendeinem Grund seid ein paar Minuten und der dunkele Sand wurde so nass, dass meine ganze Hose braun wurde.
Vielleicht ging das doch nicht in mein Gehirn rein? Ach alles nur Quatsch! Ich wollte nicht mehr zurückgehen und hatte auch keine Lust mehr auf diese bescheuerte Party. Sollte ich Tom hinterher laufen? Ich war wie gelähmt. Ich wusste gar nichts mehr und ich wollte einfach nur eins: Die Zeit zurück drehen. Aber das ging ja leider nicht. Mir liefen Tränen über die Wangen und ich hatte das Gefühl, dass ich einen Kloß im Hals hatte, der wuchs und wuchs. Ich fühlte mich wie der letzte Dreck. War ich wirklich Schuld? Hätte ich Schreien sollen oder ihn mit Gewalt wegschubsen sollen? Ich wusste nichts mehr!
Dann stand ich auf und ging die Straße entlang, in der Hoffnung auch alleine nach Hause zu finden. Es war schon dunkel, da es schon Spätsommer war also schon fast Herbst. Meine Haare waren nass und mir wurde kalt. Ich hatte keine Lust mehr weiter zu laufen und wusste auch nicht mehr wo ich war. Ich erkannte ein Schild, auf dem stand, dass ich im Park war. Ich sah eine Bank und ließ mich darauf fallen.
Ich hatte keine Ahnung wie es weiter gehen sollte! Hatte Tom jetzt eigentlich Schluss gemacht oder was meinte er damit, dass er keinen Bock mehr hat? Ich wollte nicht mehr nach Hause und ich wollte auch nicht mehr mit irgendeinem Menschen mich über irgendwas, was damit zu tun hat unterhalten.
Ich wusste auch, dass ich hier nicht bleiben konnte denn ich würde Verona und Lisa Angst machen und vielleicht konnte ich dann auch nicht mehr bei ihnen bleiben und müsste wieder nach Hause zurück was ich nicht wollte. Ich quälte mich wieder auf und ging wieder weiter.
Es machte mir Angst so alleine durch die dunkele Nacht zu laufen und ich begann noch mehr zu heulen.
Ich hatte das alles nicht gewollt aber wenn der Mensch den ich über alles auf der Welt liebte mir nicht glaubte, dann war das das schrecklichste was einem passieren konnte. Für mich zumindest. Ich empfand ein bisschen Hass für Alex. Ich hatte ihm das alles nicht erlaubt aber er tat es trotzdem. Er wusste ja nicht, dass ich vergeben bin oder zumindest war. Ich wusste nicht wie es weitergehen sollte. Langsam bekam ich Kopfschmerzen und mir wurde übel. Ich hatte das immer wenn ich lange weinte oder mich aufregte.
Nach einer halben Stunde kam ich dann an der Ecke an, wo ich mich auskannte und es nur noch knappe 5 Minuten bis nach Hause waren. Ich war auf eine Art froh, dass ich bald wieder zu Hause ankommen würde aber auf die andere Art würde ich lieber ganz alleine sein, so das mich keiner sieht und ich ganz, ganz alleine für mich überlegen konnte und machen konnte, was sich wollte aber manchmal war es auch gut wenn man Menschen hatte, die sich um einen sorgten, so hatte man wenigstens das Gefühl von ein paar Menschen geliebt zu werden.
Ich bog in die Einfahrt ein und ging zur Haustür wo ich klingelte da ich keinen Schlüssel dabei hatte.
Als Verona mir öffnete sah sie mich an als würde ich von einem anderen Planeten kommen. „Kind was ist mir dir passiert?“, fragte sie irritiert und nahm mich zärtlich und vorsichtig in den Arm. Ich konnte nicht sagen. Die Stimme blieb mir weg. „Ich möchte schlafen!“, stotterte ich vor mir her und hoch. Verona sah mir noch nach bis ich oben verschwand.
Ich schmiss mich aufs Bett und vergrub mein Gesicht im Kopfkissen und fing wieder an zu weinen. Ich hatte es nicht gewollt. Das war alles so schlimm für mich. Ich hatte die ganze Zeit Toms Gesicht vor mir. Seine schokobraunen Augen und sein süßes Lächeln. Das alles und noch viel mehr machte ihn einfach zu einer perfekten Person. Einer Person, die ich vielleicht nie mehr wieder sehen würde. Ich wusste, dass ich keinen Fehler, oder wenn, keinen großen Fehler gemacht hatte.
Nach ein paar Stunden konnte ich nicht mehr heulen. Der ganze Bonden lag voll mit Taschentüchern. Mein Kopf dröhnte und ich wollte einfach nur schlafen was ich dann auch nach kurzer Zeit tat.