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Die Liebe stielt nicht, die Liebe ist nicht eifersüchtig, die Liebe trägt nicht nach... stimmt das wirklich?
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„Steh auf Sabrina! Es ist schon gleich halb 7!“, rief Lisa. Ich schreckte sofort auf. „Was? Schon so spät?“, schrie ich und sah auf meinen Wecker der scheinbar nicht geklingelt hatte. Sofort stand ich auf und zog die Schrank- Tür auf um mich an zu ziehen. Na super! Jetzt wusste ich auch nicht was ich Heute anziehen sollte! Ich entschied mich für eine ¾ Hose und meine Chucks und ein rosa Oberteil. Ich betrachtete mich nach dem Anziehen im Spiegel. Schon lagen her, dass ich mal wieder rosa an hatte aber eigentlich war das ja ganz schön wenn es nicht zu übertrieben war. Schnell rannte ich ins Badezimmer und kämmte meine Haare und band sie zu einem Zopf nach hinten zurück. Schnell schminkte ich mich noch und rannte dann wieder nach unten. Ich trank nur ein halbes Glas Wasser, was eigentlich wirklich ekelig geschmeckt hatte weil ich kein Wasser morgens mochte aber es blieb mir nicht anderes über. Verona saß am Tisch.
„Bis Heute Abend dann!“, verabschiedete ich mich noch schnell. Sie lächelte mich noch einmal an und ich rannte wieder nach oben um meine 3 Taschen zu holen. Dann ging ich wieder runter und heute war es mal Lisa die auf mich wartete.
„Ich hab mich schon gewundert wo du bleibst als du nicht aufgestanden bist!“, sagte sie als wir die Tür schlossen und uns auf die Bushaltestelle zu bewegten. „Ich hab mich auch erschrocken als ich aufgewacht bin und dann heute auch noch zum Chor! Hätte ich lieber ab gesagt!“, stellte ich fest. „Ach ist doch nur für einmal und du musst doch auch nicht weiter machen wenn du nicht willst!“, ermunterte sie mich. Ich zuckte mit den Schultern. Wem es Spaß macht! Dann kamen wir auch schon an der Haltestelle an. Ich starrte auf meine Fingernägel. Der schwarze Nagellack war noch ganz drauf und es waren keine freien Flächen. Eigentlich war ich auch kein Mädel was sich die Fingernägel ab knibbelte aber bei Nagellack war das bei mir was anderes.
Dann kam der Bus auch schon und wir stiegen ein und setzten uns wieder zusammen hin. „Ich freu mich schon voll auf heute Nachmittag!“, sagte Lisa dann als wir schon fast da waren. Ich zuckte mit den Schultern:“ Na auf da Schwimmen freu ich mich auch aber nicht auf das… du weißt schon. Ich hatte keine Lust schon wieder über dieses Chor zu sprechen! Das regte mich dann noch mehr auf. „Bis nachher und hol mich am Haupteingang ab okay?“, verabschiedete ich mich. Sie nickte und ich stieg auf und bewegte mich auf meinen Klassenraum zu, weil ich in der 1. Stunde Latein hatte.
Es waren schon ein paar andere da und ich setzte mich auf den Boden. „Shit!“, flüsterte ich wütend vor mich hin. Ich hatte meinen MP3-Player vergessen. Ohne Musik war ich bestimmt den ganzen Tag nicht gut drauf! Auf einmal standen Caro, Marie und Alina vor mir und lächelten mich an. Irgendwie kamen sie mir komisch vor. Nicht so nett wie am ersten Tag. „Könnt euch ja setzten!“, schlug ich vor. Alina sah mich ungläubig an und rümpfte die Nase. „Was wir sollen uns auf den Boden setzten?“, fragte Marie ungläubig. Ich wusste in diesem Moment nicht mehr was ich sagen sollte. „Seid ihr irgendwie nicht gut drauf oder so?“, fragte ich. „Was? Ob wir nicht gut drauf sind? Das müssten wir ja eigentlich dich fragen! Wer ist denn hier die Streberin und die Angeberin?“, fragte Caro. „Braucht ihr irgendwie ne Brille oder so damit ihr auch die Person seht die ihr anmotzt?“, fragte ich und stand auf.
Was war das denn jetzt bitte schön gewesen? Das passte doch wirklich alles nicht zusammen oder war ich wirklich so komisch gewesen? Nein das konnte jetzt wirklich nicht sein! Ich ging weg und stellte mich alleine irgendwo hin.
Zum Glück kam die Lehrerin nach ein paar Augenblicken und wir konnten i n die Klasse gehen. Wir begrüßten die Lehrerin und setzten uns dann hin. „Wie sind eigentlich Caro, Alina und Marie so drauf?“, fragte ich Paul. „Die sind die Tussen in Person und hinterhältig wie Schlagen!“, antwortete er. Ich zog die Augenbrauen hoch. Vielleicht hatte er ja ein paar Fantasy - Bücher zu viel gelesen. „Ach ja! Halt dich von ihnen Fern! Du weißt nicht ob sie es ernst mit dir meinen!“, fügte er noch hinzu. Ich nickte. Na dann wollte ich seinen Rat mal befolgen!
Die Stunde wollte nie zu Ende gehen und ich konnte mich echt nicht mehr konzentrieren! Dann klingelte es aber doch und wir gingen zu den Physikräumen. Ich hielt mich erstmal von den anderen fern und lief bei Paul, der mir das angeboten hatte. Es war vielleicht komisch für machen aber ich verstand mich immer besser mit Jungs als mit Mädels. Schon im Kindergarten hatte ich nur mit Jungs draußen gespielt! Ich hatte auch einige Mädchen gehabt mit denen ich mich mal getroffen hatte, aber irgendwie hatte es mit Jungen immer besser geklappt! In Physik saß ich neben Charly. Charly war eigentlich mehr der ruhige Typ als so aufgedreht wie manche andere in dieser Klasse.
Ich mochte Physik nicht besonders weil ich es einfach nicht verstand worum es dort ging. Viele meinten, dass es einfach nur logisch wäre aber ich konnte es einfach nicht. Aber man musste es sich ja wohl antun!
„Kennst du jemanden der Heute zum Chor geht?“, fragte ich Charly die konzentriert zuhörte. „Pssst!“, zischte sie nur. Ich verdrehte die Augen. Na wenn sie nicht wollte dann musste ich ja wohl bis zur Pause warten, bis ich mit jemandem anderen reden könnte. Ich kramte meinen College- Block aus der Tasche und begann zu kritzeln. Nach ein paar Minuten hatte ich dann was Vernünftiges zusammengeschrieben:

Du hast mir immer geschworen
Du wärst nur für mich geboren
Doch jetzt lässt du mich eiskalt fallen
Und ich will das nicht schnallen
Ich hoffe du hättest es dir anders überlegt
Dann hätten wir uns nicht aus einander gelebt
Ich kann es immer noch nicht glauben
Wie konntest du dir das erlauben
Rettung ist zu spät
Das ist die Realität

Ich las es noch einmal durch und noch einmal. Eigentlich ganz gut dafür, dass ich gerade im Unterricht saß. Na war ja jetzt auch egal! Ich würde es einfach zu meinen anderen Gedichten ins Buch eintragen. Meine Gedichte waren wie ein Schatz für mich! Ich hatte darin meine ganzen Gefühle verewigt und dieses Buch war mich auch sehr wichtig! Kein anderer Mensch hatte es bis jetzt gelesen und ich hoffte, dass es auch niemand lesen würde. Dann konzentrierte ich mich wieder auf den Unterricht oder ich versuchte es zumindist mit allen meinen Kräften.
Dann war die Stunde auch zum Glück zu ende und ich ging schnell raus aus dem Raum. Freude hatte ich ja eh keine mehr in meiner Klasse und deshalb war es ja jetzt eigentlich egal was ich machte! Mit den Alina und so würde ich ganz bestimmt nichts mehr machen nach der Nummer die sie eben abgezogen hatten. Ich hatte es irgendwie immer noch nicht geschnallt! Vielleicht musste man das ja auch gar nicht!
Als ich raus kam, kam mir Andi entgegen. Ich lächelte ihn an. „Dann ist meine Pause ja doch noch gerettet!“, stellte ich fest und wir gingen los um auf den Schulhof zu kommen. „Wieso denn das?“, hakte er nach und wir setzten uns auf ne Bank. Ach nur wegen so nen paar Mädels aus meiner Klasse die erst einen auf Freundin gemacht haben und voll ätzend sind!“, sagte ich. „Oh ist ja nicht so toll aber nicht zu ändern!“, sagte er und wir unterhielten uns noch ein bisschen. Die Pause verging schneller als ich es mir gewünscht hätte und dann hatten wir auch schon wieder eine Doppelstunde Englisch.
Ich ging nach oben zu unserem Klassenraum und die Tür war schon auf, weil ich ein bisschen Spät angekommen war. Ich setzte mich neben Paul, weil ich im Klassenraum immer neben ihm saß. In Englisch war ich eigentlich ganz gut im Gegensatz zu manchen anderen Fächern. Vielleicht kam es davon, dass ich dazu wenigstens ein bisschen Lust zu hatte.
Die Stunden waren die besten bis jetzt gewesen und in der nächsten Pause setzte ich mich alleine vor den Klassenraum weil ich keine Lust hatte mich mit irgend jemanden zu unterhalten. Ich sprach eigentlich gerne und mit jedem aber manchmal konnte ich das auch nicht mehr aushalten.
Ich kramte meine Collage- Block aus der Tasche und kritzelte irgendwas aufs Blatt. Es ergab alles keinen Sinn und ich beschloss deshalb das Blatt in den Mülleimer zu werfen. Ich sah den Gang entlang und da sah ich, dass Alex auf mich zukam. Mir lief ein lächeln übers Gesicht. Ich fand ihn eigentlich ganz nett und freute mich doch, dass irgendeiner mir Gesellschaft leistete so lange es nicht Alina, Marie und Caro waren.
„Hi kann ich mich setzten?“, fragte er. Ich nickte. „Wegen Morgen jetzt, wo sollen wir uns denn jetzt treffen? Wie wärs vorm Haupteingang?“, schlug er vor. „Von mir aus gerne! Also dann direkt nach der 6. Stunde!“, stimmte ich zu und packte den Collageblock in die Tasche. „Und gleich gehst du zum Chor?“, fragte er grinsend. „Ja muss ja wohl sein! Aber danach geh ich mit Lisa ins Freibad!“, revangierte ich mich mit dem Gedanken.
„Na dann ist der Nachmittag ja wenigsten ein bisschen damit gerettet!“, sprach er mir zu. „Find ich auch obwohl ich gar nicht zum Chor will! Das dauert mir viel zu lange!“, motzte ich wieder aber mir blieb ja eigentlich nicht anderes mehr übrig.
Dann klingelte es schon wieder und wir verabschiedeten uns von einander. Ich blieb sitzen da wir in der nächsten Stunde eh Mathe hatten und das im Klassenraum.
Die beiden letzten Stunden gingen schnell rum auch wenn ich die Fächer nicht besonders mochte. Am liebsten würde ich sofort nach der letzten Stunde schon wieder nach Hause gefahren. Doch dann ging ich zur Aula wo auch schon ein paar andere vor standen. Ich fühlte mich irgendwie ausgeschlossen! Alles sahen gleich aus und das ganz schlicht! Ich würde nie dazu gehören und wollte das auch nicht. Alles hatten schwarze Hosen und weiße Blusen oder Hemden an. Ich betrachtete mich: Schwarze Fingernägel, normale Jeans und ein rosa Top. Das sah zumindist besser aus als wie die anderen aus zu sehen.
Dann kam auch schon mein Musiklehrer und ließ uns in die Aula. Ich setzte mich vorne in die 1. Reihe wo ich scheinbar die einzige war weil die anderen sich schon auf die Bühne stellten. „Willst du vielleicht schon mitsingen?“, fragte der Lehrer. „Nein danke! Heute nicht aber danke der Nachfrage!“, versuchte ich es höflich aus zu drücken. Dann fingen die anderen an zu singen. Ich fühlte mich als wäre ich in der Kirche.
Für mich stand es fest: Ich würde nie in so einem Chor singen! Ich glaube da wäre ich auch nicht zu gebrauchen da ich so was nicht singen konnte und ich wollte es auch nicht. Die fast 2 Stunden vergingen nicht gerade sehr schnell. Als es dann zu ende war atmete ich erleichtert auf und stand auf und wollte gehen. „Sabrina und wie hats dir gefallen?“, fragte der Lehrer. „Ich glaube ich bin nicht der Typ fürs Chor!“, versuchte ich ihm klar zu machen. Er nickte:“ Ah ich verstehe! War ja auch nur mal zum reingucken!“ Dann ging ich aber wirklich schnell zum Haupteingang. Lisa stand schon vor der Tür und wartete. „Na wie war der Chor?“, fragte sie. „Kein Kommentar! Ich werde da nicht hingehen und das wars und jetzt lass uns unseren Spaß haben!“, sagte ich nur kurz und wir liefen zum Freibad.