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Die Liebe stielt nicht, die Liebe ist nicht eifersüchtig, die Liebe trägt nicht nach... stimmt das wirklich?
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Am nächsten Morgen musste ich wieder schon so früh aufstehen! Am liebsten wäre ich natürlich liegen geblieben aber mir fiel ein, dass heute ja auch der Termin beim Jugendamt war und ich konnte mir es nicht leisten da zu spät zur Schule zu kommen oder gar noch Sachen zu vergessen die ich noch für den Naschmittag bräuchte. Also stand ich auf, duschte mich und zog mich an. Dann ging ich nach unten in die Küche und trank einen Kakao wie gestern auch.
Dann ging ich wieder nach oben und holte meine Sachen für die Schule und wartete auf Lisa die noch im Badezimmer war. Dann kam sie endlich runter und wir gingen los zur Haltestelle. „Und hast du dich gestern Abend noch mit Tom unterhalten?“, fragte Lisa mich und steckte ihre Hände in ihre Hosentaschen. „Ja hab ich! Und hast du denn noch mit Bill telefoniert?“, fragte ich zurück. „Ja hab ich! Kurz vor dem Auftritt!“, erwiderte sie.
Dann kamen wir auch schon an der Haltestelle an. Es waren wie gestern auch schon ein paar andere Leute da deshalb stellten wir uns weiter an den Rand. Früher war es bei uns immer ein bisschen leiser als hier an der Bushaltestelle gewesen. Ich konnte es nicht haben wenn es laut war aber ich hörte Musik! Das widersprach sich aber ich hörte immer Musik! Überall wo ich war hatte ich meinen MP3-Player mit.
Basti meinte immer das er verrückt werden würde wenn er immer Musik höre würde aber ich konnte nicht ohne und lenkte mich dadurch auch von schlechten Dingen ab. Vielleicht war es bei mir so, dass ich Musik hörte und süchtig danach war. Dafür rauchten andere Leute rund um die Uhr und konnten damit nicht aufhören. Vielleicht war das ja sogar praktisch.
Basti! Der fiel mir gerade wieder ein! Wir hatten lange nicht mehr telefoniert! Ich wollte ihn deshalb heute Abend mal wieder anrufen.
Dann kam der Bus auch schon und wir stiegen ein. Es waren noch ein paar Plätze frei und ich setzte mich mit Lisa auf 2 freie Plätze. Ich hörte gerade „Unendlich“ von Silbermond. Dieses Lied strahlte eine innere Ruhe aus. Wie ich zumindest fand. Ich schloss die Augen und dachte ein bisschen über alle Dinge im Moment nach. Ich könnte schreien, weinen und mich freuen. Ich hatte in letzter Zeit so viel erlebt, wie ich noch nie in meinem Leben erlabt hatte.
„Hey Bine du musst gleich raus!“, riss mich Lisa aus den Gedanken. Ich sah aus dem Fenster. Noch eine Haltestelle. Ich schloss meine Jacke die ich eben geöffnet hatte und setzte meinen Rucksack auf. Dann stand ich auf und verabschiedete mich von Lisa und stieg aus.
Ich ging zum Musikraum weil wir in der ersten Stunde Musik hatten. Ich hasste dieses Fach. Ich sang nicht gerne vor anderen Leuten und Noten konnte ich auch nicht lesen! Das waren die perfekten Bedingungen für eine gute Note!
Vor dem Raum standen schon einige und darunter auch Alina, Caro und Chrissi. Ich stellte mich zu ihnen und schaltete meinen MP3-Player aus. „Na wie geht’s?“, fragte Chrissi. „Gut und selber?“, fragte ich zurück und lehnte mich an die Wand. „Auch gut aber jetzt verrate uns doch mal wer dieser Andi gestern war? Da kommt doch nicht einfach so nen Junge auf dich zugelaufen und fragt dich ob er dir gleich die Schule zeigen soll!“, fragte Chrissi wieder und die 3 Mädels sahen mich an.
Wieso mussten sie denn nur so neugierig sein? Ich wusste nicht was ich sagen sollte und ich konnte ja nicht Jahre lang überlegen. „Ähm… er ist einfach nur ein Bekannter!“, versuchte ich zu erklären. „Und da läuft nichts zwischen euch?“, fragte Alina neugierig. Am liebsten wäre ich jetzt wieder gegangen. Waren wir denn hier immer noch in der Grundschule? Musste man immer gleich verliebt sein wenn man was mit jemanden vom anderen Geschlecht unternimmt? „Nein er ist einfach nur ein Freund und mehr nicht! Mehr würde daraus eh nicht werden!“, versuchte ich wieder zu erklären. „Aha! Sah nur so aus!“, meinte Caro. Ich hob meine Augenbrauen. Ich wollte gleich nach der 2. Stunde schnell auf den Schulhof gehen, damit die 3 mich nicht sehen würden wenn ich mich wieder mit Andi treffen würde. Dann kam zum Glück auch der Lehrer und sich hatten keine Zeit mehr zu fragen. Da in diesem Raum wieder eine andere Sitzordnung herrschte musste ich mir wieder einen Platz aussuchen. Zum Glück war hier noch ein Platz neben Caro frei.
„Und du bist dann die Neue?“, fragte der Lehrer der eigentlich sehr freundlich aussah. Ich nickte. Ich hasste es als „die Neue“ bezeichnet zu werden. „Na gut dann fangen wir mal an! Ich hatte euch letztes Mal gesagt, dass wir heute mit einem neuen Thema anfangen wollten! Und ich hatte mir da nach dem mühseligen Notenlesen singen rausgesucht!“, sagte er.
Bitte lass das nicht wahr sein! Bitte! Dachte ich nur. Wieso gerade das Thema? Musste eigentlich alles schief laufen? „Wie wärs wenn jemand mal nach vorne kommen würde und irgendein Lied singen würde was er singen kann? Wie wärs mit Sabrina?“, ich erschrak nach seinen Worten. „Ich?! Ich kann nicht singen!“, versuchte ich mich raus zu reden. „Ach trau dich doch! Viel Menschen können nicht singen und ich glaube aus dieser Klasse auch keiner aber das ist doch nicht so schlimm!“, sprach er mir Mut zu.
Ich wusste, dass ich bestimm keinen einzigen Ton vor der gesamten Klasse raus bekommen würde. „Aber ich weiß nicht mal was ich singen soll!“, stammelte ich. „Sing einfach irgendein deutsches Lied was du kennst!“, erwiderte er. „Na gut! Reicht das denn wenn ich nur die erste Strophe und dann den Refrain singe?“, ließ ich mich überreden. Er nickte. Dann ginjg ich nach vorne. „Na dann sing ich „November“ von „Juli“. und wenn jemand lacht dann kann der sich auf was gefasst machen!“, sagte ich noch schnell. Ich war wirklich wütend auf den Lehrer. Es war gerade Mal mein 2. Schultag und jetzt musste ich schon so was Schlimmes machen! Ich fing an:

„Frag nicht nach Morgen-
denn er bleibt dir verborgen
frag nicht was gestern war
wir ziehen unsere Kreise-
auf unserer Reise
wo eben noch Sonne war
Wir ertrinken zu zweit in unseren Worten
Ertrinken zu zweit in Einsamkeit

Irgendwann im November-
Irgendwann im November
Zu lang - zu weit-
Zu viel passiert“

Ich hatte es hinter mir. Die anderen klatschten und ich setzte mich schnell wieder auf meinen Platz. „Was hast du denn? Du hast eine super Stimme! Daraus könnte man echt einen Star machen!“, sagte er erstaunt. „Aha!“, antwortete ich nur. „Hast du vielleicht Lust mal zu unserem Chor zu kommen?“, fragte er begeistert. „Ich kanns mir ja mal angucken!“, schlug ich vor. Alina, Caro und Chrissi guckten mich fassungslos an. „Mach das! Geh dahin! Das ist richtig beliebt und viele reißen sich um Plätze dafür!“, rieten sie mir. „Ich glaub Chor ist nen bisschen zu spießig für mich! Ich würde lieber so ne Rockband oder so haben! Aber ich guck mal!“, versprach ich ihnen. Ich hatte zwar keine Lust und ich war auch nicht davon überzeugt, dass ich im Chor mitsingen würde aber ich konnte es ja wenigstens mal angucken.
Ich war nicht der Typ der mit den anderen in Schwarzer Hose und weißer Bluse da stehen würde und singen würde. Das war mir alles zu spießig. Entweder richtig singen oder gar nicht!
Dann ging der Unterricht weiter und endete auch schon wieder. „Sabrina komm mal eben her!“, sagte der Lehrer noch eben und ich kam ans Pult. Caro und CO. Warteten vor dem Raum. „So! Der Chor ist immer mittwochs nach der sechsten Stunde! Kannst ja kommen!“, schlug er vor. Ich nickte und verließ dann den Raum. „Ach ich würde da auch gerne mal hingehen!“, fing Caro wieder an zu schwärmen. „Was soll denn bitteschön so toll an so nem Chor sein?“, fragte ich ein bisschen genervt. „Ach das ist doch alles toll! Singen und dann auch noch mit mehreren. Ich wusste jetzt wirklich nicht ich sagen sollte. Wie sind die denn drauf? Das hätte ich jetzt wirklich nicht gedacht!
„Na wenn ihr meint! Ich glaub nicht das ich in den Chor gehen werde!“, beschloss ich einen Schlussstrich zu ziehen.
In der nächsten Stunde hatten wir wieder Latein und damit hatten wir das langweiligste Fach für heute geschafft! Dann war auch schon wieder große Pause. Ich packte meine Sachen schnell zusammen und bevor Alina was sagen konnte war ich schon wieder weg und ging auf den Schulhof. Ich fühlte mich echt komisch! Ich kannte Hier wirklich fast keinen. In der alten Schule konnte ich alle paar Meter jemanden begrüßen. Dann sah ich Andi auch schon der auf mich zu gelaufen kam mit einem Kumpel. „Hi na wie waren die ersten Stunden?“, fragte er. „Na die erste war der Horror und die zweite war langweilig wie sonst was!“, sagte ich. „Das ist überings Alex! Wieso war das denn so schlimm?“, fragte er als ich Alex begrüßte. „Ich musste vor der gesamten Klasse vorsingen und jetzt soll ich auch noch zum Schulchor kommen!“, erklärte ich. „Sei doch froh, dass sie dich einladen!“, antwortete er. Ich glaub er verstand mich auch nicht wirklich. „Das ist doch bestimmt alles so… ja so… spießig eben!“, versuchte ich ihm klar zu machen. „Na ja! Da hast du eigentlich Recht! Wie wärs wenn du mal bei uns mitkommst! Wir haben auch ne Band aber keinen Sänger!“, schlug Alex vor. „Ja von mir aus gerne! Wann denn?“, stimmte ich zu. „Wie wärs mit Donnerstag?“, fragte er. „Ja von mir aus gerne! Nach der Schule sofort oder wann?“, fragte ich zurück. „Nach der Schule!“, antwortete er. „Soll ich auch mitkommen?“, fragte Andi. Ich überlegte nur kurz und stimmte sofort zu. Vielleicht war es besser wenn er dabei war.
Dann klingelte es auch schon und wir hatten noch Bio, Mathe, Deutsch und Politik. Nach der Schule ging ich zum Haupteingang wo Verona mich abholen wollte.