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Die Liebe stielt nicht, die Liebe ist nicht eifersüchtig, die Liebe trägt nicht nach... stimmt das wirklich?
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Am nächsten Morgen wachte ich durch Basti auf der mich vergeblich versuchte zu wecken. Ich drehte mich nur auf die andere Seite und grinste. „Bitte steh auf! Ich kann nicht mehr liegen!“, flehte er. „Was gibst du mir dafür?“, fragte ich. „Mh… Was willst du denn?“, fragte er zurück. Ich drehte mich zu ihm und wartete bis er mir ein Angebot machen würde. „Nen Kuss?“, fragte er. “Ne danke! Dann lass uns mal aufstehen!“, scherzte ich und wuschelte ihm sanft durch die Haare.
Als erstes gingen wir in die Küche wo Lisa, Ben und Verona schon saßen und am frühstücken waren. „Na wie habt ihr geschlafen?“, fragte Verona. Ich sah an ihrem Gesichtsausdruck das irgendetwas nicht in Ordnung war. „Sabrina ich muss gleich mal mit dir alleine reden!“, sagte sie besorgt. Ich nickte nur. Ich hatte schon eine Vermutung was sie mir wohl sagen wollte. Hunger hatte ich jetzt auch nicht mehr. Ich wartete so lange bis Verona fertig war und wir gingen ins Wohnzimmer. Ich ließ mich aufs Sofa fallen und schaute auf den Boden. „Du weißt bestimmt schon worum es geht oder?“, fragte sie vorsichtig und legte einen Arm um meine Schulter. „Wieso müssen sie nur so ungerecht sein!“, flüsterte ich und mir lief eine Träne über die Wange. „Montag haben wir einen Termin beim Jugendamt. Und deine Mutter wird auch kommen!“, fuhr sie fort. „Ich komm nicht mit! Ich will sie nie wieder sehen und das muss sie auch verstehen!“, sagte ich hart. „Du musst aber mitkommen wenn du hier bleiben willst! Wir müssen sie davon überzeugen, dass du hier gut aufgehoben bist “, sagte Verona. Ich nickte: „Okay wenn’s unbedingt sein muss dann komm ich mit!“, sagte ich widerwillig. Verona streichelte mir noch einmal über die Schulter und wir gingen wieder in die Küche zu den anderen. „Ich glaub Basti hat es mir angesehen was wir besprochen hatten und lächelte mich unterstützend an. „Was wollen wir heute machen?“, fragte ich Lisa. „Weiß ich nicht! Wie wärs wenn wir heute Nachmittag einfach mal ein bisschen spazieren gehen und heute Morgen können wir ja nen bisschen was allein machen!“, schlug sie vor. Wir stimmten zu und ich ging in mein Zimmer während Basti im Badezimmer war. Ich zog mich schnell an und setzte mich dann aufs bett und begann zu dichten.

Ich bin hier geboren
Doch jetzt habe ich alles verloren
Jetzt hab ich ein neues Heim
Doch das ist auch nicht mehr lange mein
Am liebsten wäre ich jetzt Tod
Denke ich in aller Not
Daran soll man nicht denken
Den Gedanken im Tiefen Meer versenken


Ich spürte wie Basti hinter mir saß und mir über die Schulter sah. Ich konnte es nicht gut haben wenn das jemand machte. „Boah ist das gut!“, meinte er. „Na ich hab schon mal besser geschrieben!“, gab ich zu. Ich war bis jetzt der einzige Mensch der mein Gedichtbuch jeh gelesen hatte. Ich wollte es nicht allen Menschen zeigen! Auch nicht den Menschen die ich über alles liebte. Deshalb packte ich es schnell wieder in eine meiner Schubladen vom Nachtschränkchen. „Dir geht’s gar nicht gut oder?“, fragte er und sah mir tief in die Augen. „Mh! Aber ich kann dagegen ja nichts machen! Montag haben Verona und ich einen Termin beim Jugendamt und dann treffen wir da Mama!“, sagte ich. Wir beide schwiegen. „Na ist ja jetzt auch egal, oder?“, sagte ich. „Ja okay!“, erwiderte er. Eigentlich hatte ich keine Lust heute Nachmittag spazieren zu gehen aber was sollten wir sonst machen? Shoppen waren wir Gestern ja schon gewesen.
Ich wünschte ich wäre nie auf dem TH-Konzert gewesen! Ich hatte Tom noch nichtmal richtig gekannt und jetzt muss ich ihn vielleicht für immer verlassen und würde ihn nie kennen lernen. Ich wusste, dass es nicht ging eine Beziehung über wer weiß wie viele Kilometer zu führen. Deshalb wollte ich auch früher im Urlaub nie jemanden kennen lernen. Aber man konnte gegen Liebe ja leider nichts tun. Meine Mutter meinte früher immer, dass man vielleicht manchmal zu seinem Glück gezwungen werden musste. Ich hatte da früher nicht dran geglaubt und heute tat ich das immer noch nicht so wirklich. Glück kann man nicht erzwingen! Aber es gibt ja Menschen die das glauben! Mir waren meine Eltern seid kurzem eh egal! Ich hoffte, dass ich sie nie wieder sehen musste. Doch ich glaube das müsste ich irgendwann. Ich war aus irgendeinem Grund immer noch müde und deshalb legte ich mich wieder hin und schloss die Augen. „Bitte nicht schlafen!“, flehte Basti.
Doch ich war schon dabei.
„Jetzt steh endlich auf wir wollen gleich los und das Mittagessen hast du auch schon verpasst!“, versuchte Basti mich etwas genervt zu wecken. Ich war ja sonst nicht wirklich eine Langschläferin aber irgendwie konnte ich seid kurzer Zeit gut schlafen. „Ja ich mach mich ja schon fertig!“, antwortete ich. Dann stand ich auf und ging noch mal schnell ins Badezimmer um mich zu schminken weil ich das heute Morgen noch nicht gemacht hatte. Ich beeilte mich und ging dann wieder in mein Zimmer um eine Sweatjacke anzuziehen. Dann ging ich zu den anderen die schon unten auf mich warteten. „Boah wie lange brauchst du denn?“, fragte Basti noch genervter als eben. Ich hatte es noch nie erlebt das er so mit mir gesprochen hatte. „Warum wartest du dann auch auf mich? Hättest ja alleine gehen können wenn du eh keinen Bock auf mich hast!“, antwortete ich beleidigt und machte die Tür auf und ging schon mal vor. Ich wusste nicht was in mich gefahren war. Ich hatte einfach etwas gesagt was ich nicht so gemeint hatte. „Ähm… Ich wollte nicht das du sauer bist!“, versuchte Basti mich schon wieder zu besänftigen. „Ach war meine Schuld ich hätte nicht schlafen dürfen und dich auch nicht anmotzen! Sorry!“, erwiderte ich. Lisa lief auch wieder neben mir und ich verringerte das Tempo ein wenig. „Ich hglaub in letzter Zeit weiß ich nicht mehr was ich mache!“, erwiderte ich. „Ach würde mir in deiner Lage auch so gehen!“, sagte Lisa. „Ich glaub langsam versink ich in Selbstmitleid! Das muss sich ändern!“, erwiderte ich und ging wieder einen Schritt schneller. „Montag wissen wir ja auf jeden Fall wie es jetzt weiter geht!“, fuhr Basti fort. „Ich hoffe ich kann bleiben!“, fügte ich hinzu, „Na lasst uns über was Besseres reden!“ „Genau! Was wollen wir eigentlich Morgen mit Tom machen?“, fragte Basti. „Keine Arnung! Er wollte uns abholen! Lisa kommst du und Bill eigentlich auch mit?“, fragte ich Lisa. „Ich komm nur mit wenn Bill auch mitkommt! Was soll ich euch auch stören! Reicht ja wenn Basti euch stört!“, scherzte sie. Dann gingen wir wieder nach Hause.
An diesem Abend passierte nichts Besonderes mehr. Wir saßen wie gestern Abend bei Lisa im Zimmer und guckten Fernsehen. Dann gingen wir um 23.00 Uhr ins Bett.